Präventionskurs zum Umgang mit Grenzüberschreitungen mit über 30 Auszubildenden von MEKRA Lang

Vom 03. bis 05. November 2025 beschäftigten sich im Schullandheim Heidenheim über 30 Auszubildende von MEKRA Lang mit demokratischen Grundlagen, Debatten-Kultur, Sprache sowie der Bedeutung von demokratischen und unternehmerischen Werten. Über allem stand dabei die Frage: Wie weit darf ich in einer Demokratie gehen, um meine Interessen durchzusetzen?

Der Kurs begann mit einer Kooperationsübung sowie mit einer Einführung zu den Grundlagen und Werten demokratischer Gesellschaften. Die Teilnehmenden setzten sich mit ihrem eigenen Demokratieverständnis auseinander und reflektierten die Bedeutung gemeinsamer Werte für den Zusammenhalt in ihrer Gruppe wie auch in der Gesellschaft.

Am zweiten Tag befassten sich die Teilnehmenden im Rahmen eines Debatten-Workshops intensiv mit vier aktuellen politischen Fragestellungen. Dabei analysierten sie Handlungsfelder und Argumentationsstrategien, reflektierten Grenzüberschreitungen und Gefährdungspotential und diskutierten Lösungsvorschläge. Die vier Themenbereiche und damit verbundenen zentralen Fragestellungen waren folgende:

  • Sicherheit: Wie verändert sich die Bedeutung von Sicherheit, wenn radikale Kräfte an den Rändern polarisieren und Systemkritik äußern?
  • Freiheit: Wofür steht Freiheit in einer pluralistischen Gesellschaft und wo liegen ihre Grenzen, wenn politische Überzeugungen in polarisierende Haltungen übergehen?
  • Klima: Wie prägen ökologische Krisen und Klimapolitik demokratische Entscheidungsprozesse und welche Spannungen entstehen zwischen gesellschaftlichem Wandel, politischem Aktivismus und institutioneller Legitimation?
  • Migration: Welche Bedeutung haben Migrationsbewegungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in pluralistischen Demokratien und wie werden Fragen von Zugehörigkeit, Solidarität und sozialer Gerechtigkeit politisch ausgehandelt?

Im Anschluss daran beschäftigten sich die Teilnehmenden in einem Workshop zu den Spannungsfeldern zwischen Toleranz und Meinungsfreiheit mit der Frage, wie demokratische Werte im Alltag gelebt werden und wo Grenzen der Meinungsäußerung liegen.

Zum Abschluss des Kurses setzten sich die Auszubildenden in der „Werte-Werkstatt“ mit Werten auseinander, die nicht nur den betrieblichen Zusammenhalt stärken, sondern auch das Fundament unserer pluralistischen Gesellschaft bilden. Gemeinsam reflektierten sie, wie sich diese Werte im Alltag leben lassen – besonders dort, wo politische Haltungen in Richtung Intoleranz, Systemablehnung oder gesellschaftliche Spaltung tendieren – und erarbeiteten Lösungsvorschläge, wie man extremen oder antidemokratischen Denkmustern im eigenen Umfeld konstruktiv begegnen kann.

Programmpunkte im Überblick:

  • Wir als Team! | Kooperationsaufgabe
  • Demokratische Grundprinzipien und Werte | Workshop
  • Weil wir Verantwortung übernehmen! | Workshop
  • Welche Haltung steckt in unserer Sprache? – Perspektiven einer vielfältigen Gesellschaft | Workshop
  • Weil wir alle gefordert sind! | Werte-Werkstatt