Zukunftswerkstatt – Einführung in die Arbeitsmethode

Nachdem die Schülerinnen und Schüler am Vormittag des ersten Kurstages den Moderator kennen gelernt haben, folgt am frühen Nachmittag die Einführung in die Arbeitsmethode der Zukunftswerkstatt. Diese Einheit umfasst einen Zeitrahmen von ca. 45 Minuten. Für den Rest des Nachmittags sind noch ein Besuch im Niedrigseilgarten sowie verschiedene Outdoor-Aktivitäten bzw. ein Spieleabend geplant.

 

Kompetenzen

Im Rahmen der Einführung in die Arbeitsmethode der Zukunftswerkstatt werden die Kinder auf den weiteren Verlauf des Wochenkurses eingestimmt. Dabei setzen die Kinder die abstrakten Begrifflichkeiten „Zukunft“ und „Werkstatt“ in konkrete Vorstellungen um, wodurch sie einen persönlichen Zugang zu dem Thema bekommen. Außerdem wird klar, dass die Zukunftswerkstatt eine Form der Gruppenarbeit ist und die Woche vor allem gelingen kann, wenn alle zusammen halten.

 

Ablauf

In diesem Abschnitt wird Schritt für Schritt mit den Schülerinnen und Schülern ein Tafelbild erstellt, das den Titel und die Zielsetzung der Zukunftswerkstatt veranschaulichen soll. Die Einheit beginnt mit einem etwa 10-minütigen impulsgesteuerten Unterrichtsgespräch. Eine Wortkarte mit der Aufschrift „Zukunft“ leitet als Impulsbegriff eine freie Aussprache mit der Klasse ein: „Was ist für dich Zukunft?“ Dabei verbalisieren die Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Vorstellun­gen von „Zukunft“, wobei der Moderator die Aussagen der Kinder stichpunktartig an der Tafel/Flipchart festhält. Dies erfolgt im Wesentlichen im Frontalunterricht durch den Moderator. Nach dem Sammeln der Assoziationen zum Begriff „Zukunft“ wird in einer 5-minütigen Reflexionsphase die Gemeinsamkeit aller Vorstellungen wird formuliert und als Begriffsklärung festgehalten: „Zukunft ist …“. Dies dient der Ergebnissicherung und verdeutlicht den Erkenntnisgewinn für die Schülerinnen und Schüler. Hier eignet sich die Methode des fragend-entwickelnden Unterrichts sehr gut.

 

Analog zum ersten Impulsgespräch zum Begriff „Zukunft“ erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler in einem weiteren Schritt, was für sie der Begriff „Werkstatt“ bedeutet: „Werkstatt“ wird als zweiter Impulsbegriff mit etwas Abstand neben „Zukunft“ gehängt; die SuS berichten sich gegenseitig in Zweier- oder Dreiergruppen, was ihnen zum Begriff einfällt (zu erwarten sind Äußerungen wie „in einer Werkstatt wird gearbeitet, repariert, Neues hergestellt“ etc.); anschließend halten LehrerIn/Moderator auf Zuruf die Aussagen der Kinder an der Wandtafel oder am Flipchart fest. Auch hier erfolgt die Verständigung auf eine gemeinsame Vorstellung von „Werkstatt“.

 

In einem letzten Schritt werden die Impulsbegriffe verbunden. In die Lücke zwischen „Zukunft“ und „Werkstatt“ wird ein „s“ gehängt. Damit werden beide Impulsbegriffe zusammenge­fügt zur „Zukunftswerkstatt“ und auf die neue Bedeutung hinterfragt. Schließlich erklärt der Moderator noch die weiteren Arbeitsschritte und gibt den Kindern einen Ausblick auf den Verlauf der kommenden Tage im Schullandheim.

 

Im Folgenden finden Sie einen Vorschlag, wie das Tafelbild aussehen könnte:

Zukunftswerkstatt- Einführung Arbeitsmethode Tafelbild

Hinweis: Bei der Durchführung der beschriebenen Module kann die Lehrkraft durch externe Experten unterstützt werden. Die Aufsicht und pädagogische Verantwortung bleiben bei den Lehrkräften.

 

Einen detaillierten Ablaufplan des Bausteins „Zukunftswerkstatt – Einführung in die Arbeitsmethode“ finden Sie hier als PDF.