Meckerphase II

Die vorhergehende Meckerphase I endete damit, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Kritik auf Moderationskarten festgehalten und auf dem Boden ausgelegt haben. Nun wird mit Meckerphase II an die Arbeit des Vormittages angeknüpft. Diese Phase dient vor allem der Strukturierung der Kritik und umfasst einen Zeitrahmen von ca. 80 Minuten.

 

Kompetenzen

Während der Meckerphase II finden die Schülerinnen und Schüler Überschriften für die unterschiedlichen Kritikbereiche und erkennen dabei, dass sich ihre Kritik auf unterschiedliche Bereiche des Schullebens bezieht. Anschließend ordnen sie ihre Kritikkärtchen den übergeordneten Bereichen richtig zu. Zuletzt können die Kinder Konsens über ihre Zuordnung herstellen.

 

Ablauf

Eine etwa 10-minütige Wiederholungsphase knüpft an die Arbeit am Vormittag in Meckerphase I an. Dies geschieht gemeinsam im Plenum im Sitzkreis.

 

Anschließend leitet der Moderator die Kinder in einem impulsgesteuerten Unterrichtsgespräch an, die Moderationskarten mit den verschiedenen Kritikpunkten in Gruppen zusammen zu fassen. Als Impuls nimmt der Moderator beispielhaft zwei Karten (Signalkarten) heraus, an denen deutlich wird, dass sich die gesammelten Kritikpunkte in Gruppen einteilen lassen. Diese Signalkarten werden auf verschiedene Pinnwände geheftet. Karten mit identischer Formulierung werden übereinander gepinnt. Das Unterrichtsgespräch zur Strukturierung der Schülerkritik dauert etwa 20 Minuten.

 

In einem durch den Moderator gelenkten Unterrichtsgespräch versuchen die Schülerinnen und Schüler anhand der Gruppierung an den Pinnwänden herauszufinden, welchen Teil von Schule die Karten in einer Gruppe kritisieren. Gemeinsam werden die Kategorien „Unterricht“, „Organisation“ und „Ausstattung“ miteinander erarbeitet. So wird die Kritik schrittweise systematisiert. (Dies dauert in der Regel nicht länger als 30 Minuten). Die gefundenen Überschriften werden auf größere Moderationskarten geschrieben (gerne können auch „Wolken“ als Überschriften verwendet werden).

 

Zuletzt ordnen die Kinder die einzelnen Kritikkarten den verschiedenen Kritikbereichen zu. Dabei gilt es, gemeinsam zu diskutieren, welche Karte unter welche Rubrik gehört. Das heißt, auch andere Schülerinnen und Schüler dürfen sich zu einer Karte äußern und eine andere Zuordnung vorschlagen. Bei Uneinigkeit entscheidet der Schüler oder die Schülerin, welche/r die Karte geschrieben hat. Der Systematisierungsvorgang kann je nach Alter und Befähigung der Schüler auch durch die Lehrkraft vorgenommen werden.

 

Die letzten zehn Minuten der Einheit dienen einer abschließenden Reflexionsphase: Sind die Kärtchen den verschiedenen Kritikbereichen richtig zugeordnet? Ist die Zuordnung insgesamt stimmig? Falls noch Diskussionsbedarf da ist, wird umsortiert, bis Einigkeit in der Klasse besteht.

 

Hinweis: Bei der Durchführung der beschriebenen Module kann die Lehrkraft durch externe Experten unterstützt werden. Die Aufsicht und pädagogische Verantwortung bleiben bei den Lehrkräften.

 

Einen detaillierten Ablaufplan des Bausteins „Meckerphase II“ finden Sie hier als PDF.