Ein Rap entsteht

Während des Schullandheimaufenthalts soll im Laufe der Woche ein Rap entstehen. Hier erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit ihren Eindrücken kreativ Ausdruck zu verleihen. Jeden Tag, nach Beendigung der jeweiligen Kursbausteine, wird der Rap mit der ganzen Gruppe ein wenig weitergedichtet. Somit ist er auch Tagesrückblick und hat zusammenfassende Funktion.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können gemeinsam die Ergebnisse und Erlebnisse des Tages zusammenfassen. Sie wählen dabei markante Dinge aus und versuchen, diese in eine Reimform und in einen gewissen Sprechrhythmus zu bringen. Dabei werden alle Ideen gewürdigt. Die Gruppe versucht mit Unterstützung der Lehrkraft daraus Strophen zu entwickeln.

 

Ablauf beim ersten Mal

In den ersten fünf Minuten spielt der Lehrer als Einstieg den Rap „Das Raphuhn“* von Felix Janosa. (Wenn möglich, wäre es gut, diesen vorher im Musikunterricht gesungen zu haben.) Anschließend bringen die Schülerinnen und Schüler ihr Vorwissen zu Raps und bekannten Rappern im Allgemeinen ein.

 

Im Rahmen eines impulsgesteuerten Gesprächs hebt der Lehrer hervor, dass Rapper in ihren Sprechstücken ihren Ärger und Unmut über verschiedene Dinge zum Ausdruck bringen. Deswegen eignet sich ein Rap auch hervorragend für die Zukunftswerkstatt. Dies dauert in der Regel nicht länger als 10 Minuten.

 

Nun erlernen die Schülerinnen und Schüler in den nächsten 15 Minuten einen vom Lehrer vorbereiteten Refrain (siehe Material). Dafür teilt der Lehrer das Arbeitsblatt „Unser Schullandheim- Rap“ aus. Zunächst wird bei dieser Liederarbeitung der Text geübt, dann werden die Körperinstrumente (schnalzen und klatschen) hinzugenommen. Das Shaker-Ei des Lehrers gibt dabei den Rhythmus sowie das Tempo vor. In Kleingruppenarbeit sollen die Schülerinnen und Schüler dann überlegen, welche Ergebnisse und Erlebnisse es am heutigen Tag gab und welche davon im Rap vorkommen sollen. Sie notieren sich Stichpunkte und eventuell auch schon erste Verszeilen. Für dieses Ideensammeln haben sie 20 Minuten Zeit.

 

Im Sitzkreis werden die Ergebnisse der Gruppenarbeit präsentiert. Jede Gruppe stellt ihre Ideen vor. Der Lehrer sammelt diese auf Flipchart. Nachdem alles notiert ist, soll in einem offenen Kreisgespräch aus den Begriffen und Versatzstücken eine oder zwei Strophen entstehen. Gemeinsam arbeitet die Klasse daran, nimmt Beiträge der anderen auf und entwickelt sie weiter. Auch die Lehrkraft unterstützt bei Formulierungen (Zeitrahmen ca. 30 min).

 

Nachdem eine oder zwei Strophen entstanden sind, werden diese in den letzten zehn Minuten vom Lehrer an der Tafel ins Reine geschrieben und die Schülerinnen und Schüler notieren sie sich auf ihrem Arbeitsblatt „Unser Schullandheim-Rap“. Zum Abschluss singt die Klasse ihren selbst entworfenen Rap.

 

Ablauf an den weiteren Tagen

Da der Rap jeden Tag mit neuen Strophen weiterwachsen soll, findet die Einheit immer am Ende jedes Tages statt. Allerdings beginnt sie dann jedes Mal mit der Gruppenarbeit. Als Einstieg kann der eigene Rap in seinem jeweiligen Umfang gesungen werden.

 

* Dieser Rap hat einen rhythmisch einfachen Refrain, auf den leicht ein anderer Text angewendet werden kann. Es kann auch ein anderer Rap genommen werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass dieser für Kinder im Grundschulalter geeignet ist! Viele Raps enthalten eine sehr vulgäre Ausdruckweise.

 

Hinweis: Bei der Durchführung der beschriebenen Module kann die Lehrkraft durch externe Experten unterstützt werden. Die Aufsicht und pädagogische Verantwortung bleiben bei den Lehrkräften.

 

Einen detaillierten Ablaufplan des Bausteins „Ein Rap entsteht“ finden Sie hier als PDF.

 

Eine Übersicht über die benötigten Materialien erhalten Sie hier:

 

  •  CD-Spieler, Rap “Das Raphun” von Felix Janosa, Shaker-Ei
  • Arbeitsblatt “Unser Schullandheim-Rap”
  • Zettel, Stifte, Flipchart, Edding, Tafel