Grundlagen und Zielsetzung

Das demokratische Recht auf Mitbestimmung

Für Mitbestimmung gibt es kein Mindestalter: selbst Kleinkinder wollen viele Dinge „selber machen!“ Wer mitentscheiden darf, fühlt sich angenommen und geschätzt. Das demokratische Prinzip der Mitbestimmung kann schon bei sehr jungen Kindern gefördert werden. Das bedeutet aber nicht, dass Kinder nur nach ihrer Meinung gefragt werden oder mitbestimmen dürfen, was Erwachsene vorher entschieden haben. Partizipation bedeutet vielmehr selbstbestimmt eigene Ideen zu entwickeln, in der Diskussion mit anderen seinen Standpunkt zu verteidigen und gemeinsam Entscheidungen zu finden. Sind diese getroffen, gilt es auch, Mehrheitsentscheidungen mitzutragen und Verantwortung zu übernehmen. Für Kinder ab einem Alter von acht Jahren bietet mehrWERT Demokratie das Programm „Zukunftswerkstatt Schule“ an, in der die Kinder schrittweise den demokratischen Prozess der Mitbestimmung ganz konkret durch ihr eigenes Handeln erleben.

 

Aufbau der Zukunftswerkstatt

Das Schullandheim verwandelt sich in eine „Zukunftswerkstatt“, in der die Schüler das Leben an ihrer Schule kritisch reflektieren und gemeinsam aktiv nach Möglichkeiten suchen, wie sie Verbesserungen erzielen können. Die Zukunftswerkstatt besteht aus drei Hauptphasen, die von einer Vor- und Nachbereitungsphase eingerahmt werden.

In der „Kritik- oder Meckerphase“, die am Anfang des Kursprogrammes steht, können die Kinder frei äußern, was sie an ihrer Schule stört. Hier erleben die Kinder, dass jede Kritik vorgebracht werden darf und ernst genommen wird. Anschließend folgt die „Traumphase“, in der die Kinder in eine Traumwelt aus Ideal- und Wunschvorstellungen eintauchen und ihre Kritik in Wünsche für die Zukunft verwandeln. Schließlich diskutieren die Kinder in der „Realisierungs- und Konkretisierungsphase“, welche der Wünsche in der Realität verwirklichbar sind und planen für deren Umsetzung erste konkrete Handlungsschritte.

 

Ziele der Zukunftswerkstatt

Dieses Projekt will die Kommunikationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler sowie ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, fördern. Im Prozess der gemeinsamen Entscheidungsfindung soll der Grundstein für freiheitlich-demokratische Werthaltungen gelegt werden. Wesentlich ist, dass die realisierbaren Veränderungen nach dem Schullandheimaufenthalt tatsächlich angestrebt und aktiv verfolgt werden: nur so kann sich die Überzeugung von der Bedeutung der eigenen Person im demokratischen Miteinander festigen.

 
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