Zeitzeugengespräch mit Vertriebenen

Der Projekttag endet mit einem Zeitzeugengespräch. Anhand der persönlichen Schilderungen der Zeitzeugen können die Schülerinnen und Schüler noch einmal ganz konkret nachvollziehen, was es heißt, flüchten zu müssen bzw. aus seiner Heimat vertrieben zu werden. Dabei wird auch ein Transfer zur Gegenwart geleistet.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler vertiefen ihre Erkenntnisse rund um Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg und sammeln Kenntnisse über Formen und Motive von Migration in die Bundesrepublik in der Gegenwart. Die Jugendlichen lernen Einzelschicksale kennen. Affektiv betrachtet erleben die Jugendlichen Betroffenheit angesichts des Leids der Flüchtlinge und Vertriebenen und erhalten Einsicht dahingehend, was es heißt, sein ganzes Leben zurücklassen zu müssen. Sie erkennen, dass Hilfsbereitschaft und Toleranz unerlässlich sind, um Flüchtlingen eine neue Heimat zu ermöglichen. Aus methodischer Sicht können die Jugendlichen allgemeine Kenntnisse auf Einzelschicksale übertragen und weitergehende Informationen von Zeitzeugen erfragen.

 

Ablauf

Zwei Personen, die Opfer von Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg wurden, berichten von ihren Erlebnissen und schildern, wie es war, in einem kriegszerstörten Land völlig mittellos einen Neuanfang zu beginnen. Sie gehen dabei speziell auf die Situation in Waldkraiburg ein und sprechen auch ihre positiven Erfahrungen an, etwa den großen Zusammenhalt unter den Vertriebenen, den sie erlebt haben.

 

Darüber hinaus berichten zwei junge Waldkraiburger Schüler mit Migrationshintergrund über ihren Neuanfang in der Bundesrepublik Deutschland und stellen sich den Fragen der Jugendlichen. Das Zeitzeugengespräch dauert etwa eine Stunde.

 

Den Ausklang des Tages bildet wie immer die Reflexionsphase zum Thema „Grundrechte“, in der die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit haben, über das Erlebte nachzudenken und ihre „Grundrechtewand“ zu gestalten.

 

Hinweis: Bei der Durchführung der beschriebenen Module kann die Lehrkraft durch externe Experten unterstützt werden. Die Aufsicht und pädagogische Verantwortung bleiben bei den Lehrkräften.

 

Einen detaillierten Ablaufplan des Bausteins „Zeitzeugengespräch mit Vertriebenen“ finden Sie hier als PDF.

 

Folgende Materialien werden benötigt:

  • Podium, 5 Mikrofone, entsprechende Bestuhlung