Exkursion ins Stadtmuseum: Vertreibung und Gründung der Stadt Waldkraiburg

Die Erkenntnisse über die Bevölkerung in Waldkraiburg, die die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Umfrage auf dem Wochenmarkt erhalten haben, vertiefen die Jugendlichen bei einer Exkursion ins Waldkraiburger Stadtmuseum, das die Themen „Flucht und Vertreibung“ sowie „Gründung der Stadt Waldkraiburg“ sehr anschaulich nahebringt.

 

Kompetenzen

Aus kognitiver Sicht sammeln die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse über die politischen Umstände, die zu Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg führten und erhalten einen Einblick in die Situation der Flüchtlinge und Vertriebenen. Sie erfahren, wie die Stadt Waldkraiburg gegründet wurde und erleben die Gründung der Stadt als Beispiel für den Aufbau eines zivilen Gemeinwesens und für Integration. Sie erkennen fremdbestimmte, unfreie Verhältnisse im Gegensatz zu den demokratischen Grundlagen der neuen Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Affektiv betrachtet erleben die Jugendlichen Betroffenheit angesichts des Leids der Flüchtlinge und Vertriebenen und erhalten Einsicht dahingehend, was es heißt, sein ganzes Leben zurücklassen zu müssen. Sie erkennen, dass Hilfsbereitschaft und Toleranz unerlässlich sind, um Flüchtlingen eine neue Heimat zu ermöglichen. Aus methodischer Sicht wenden die Jugendlichen die Methode „Schüler führen Schüler“ an.

 

Ablauf

Eine Hinführung zum Thema erfolgt in einem Gruppengespräch, das an die Ergebnisse der Wochenmarktumfrage anknüpft. Anhand der Powerpoint Präsentation mit den Ergebnissen der Wochenmarktumfrage analysieren die Jugendlichen Auffälligkeiten in der Zusammensetzung der Bevölkerung. Dabei wird deutlich, dass besonders viele ältere Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in Waldkraiburg leben. Anhand ihrer eigenen Umfragedaten leiten die Jugendlichen Flucht und Vertreibung als Ursache für die Bevölkerungsstruktur ab (Dauer: ca. 5 Minuten).

 

Anschließend folgt eine Exkursion in das Waldkraiburger Stadtmuseum. Dazu werden die Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen eingeteilt, die sich entweder dem Thema „Flucht und Vertreibung“ oder „Ankunft und Gründung von Waldkraiburg“ widmen (Dauer: ca. 10 Minuten).

 

Die Gruppen erarbeiten sich Informationen zum jeweiligen Thema mit Hilfe eines Arbeitsblattes und erhalten eine Führung durch das Museum. Hierfür sollten Sie etwa eine Stunde Zeit einplanen.

 

Anschließend führen sich die Jugendlichen nach dem Motto „Schüler führen Schüler“ gegenseitig durch den jeweiligen Ausstellungsteil.

 

Hinweis: Bei der Durchführung der beschriebenen Module kann die Lehrkraft durch externe Experten unterstützt werden. Die Aufsicht und pädagogische Verantwortung bleiben bei den Lehrkräften.

 

Einen detaillierten Ablaufplan des Bausteins „Exkursion ins Stadtmuseum“ finden Sie hier als PDF.

 

Als Materialien stehen Klemmbretter und Stifte zur Verfügung.