Stadtratssitzung III

Die Stadtratssitzung in der Gemeinde Wertingen wird am Dienstagmorgen gemeinsam ausgewertet und reflektiert. Nicht nur formale Elemente wie das Antragswesen, das Rederecht oder Abstimmungen werden behandelt – die Jugendlichen diskutieren auch über die Gesprächskultur und die Argumentationsweisen im Stadtrat. So legen sie die Grundlage für die eigene Simulation einer Stadtratssitzung, die für Donnerstagnachmittag geplant ist.

 

Kompetenzen

Die Jugendlichen werten die erlebte Praxis der Teilnahme an der Stadtratssitzung bezüglich des Sitzungsablaufs, des Verhaltens der Stadträte und der besprochenen kommunalen Themen aus. Die Nachbesprechung erfolgt anhand der Beobachtungsaufträge der Jugendlichen. Außerdem tauschen sich die über ihre eigenen Interviews aus, die sie mit den Politikern geführt haben.

 

Ablauf

Die Nachbereitung dauert insgesamt ca. eine Stunde. Zu Beginn der Einheit wird in einer Teamrunde die Ergebnisse der Beobachtungsaufträge gesammelt und gemeinsam diskutiert. Mithilfe von Moderationskarten werden die verschiedenen Aspekte am Flipchart gesammelt. Dabei wird zwischen formal-strukturellen und persönlichen Ebenen der Sitzung differenziert. Dieser erste Abschnitt umfasst ca. 20 Minuten.

 

Als nächstes folgt ein etwas 10-minütiges Impulsreferat zur Definition von Demokratie. Der Referent nimmt dabei besonders Bezug auf die Stadtratssitzung vom Vortag und knüpft so an das Erleben der Jugendlichen an.

 

Anschließend besprechen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam im Plenum die gesammelten Beobachtungsaufträge. Sie beurteilen: „Was fand ich gut? Was habe ich nicht verstanden? Was interessiert mich besonders? Für die Diskussionsrunde sollten Sie ebenfalls ca. 10 Minuten einplanen.

 

Als Abschluss der Nachbereitung wird ein Transfer zur Lebenswelt der Jugendlichen hergestellt. Anhand der Fragestellung: „Wo erlebt ihr in eurem persönlichen Umfeld demokratische Strukturen und wie sehen diese aus?“ denken die Schülerinnen und Schüler aktiv darüber nach, in welchen Lebensbereichen ihnen Demokratie bewusst oder unbewusst begegnet. Als aktivierende Beispiele können z. B. die Familie, das Vereinsleben, Verbände, die Kommune etc. herangezogen werden. Die Diskussionsrunde dauert für gewöhnlich ca. 20 Minuten.

 

Hinweis: Bei der Durchführung der beschriebenen Module kann die Lehrkraft durch externe Experten unterstützt werden. Die Aufsicht und pädagogische Verantwortung bleiben bei den Lehrkräften.

 

Einen detaillierten Ablaufplan des Bausteins „Stadtratssitzung III“ finden Sie hier als PDF.

 

Folgende Materialien stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Flipchart samt Stiftmaterial
  • Moderationskärtchen und farbige Aktionspunkte
  • Stellwände mit Pinnwand
  • Beamer, Leinwand