Planspiel Eventhalle II

Vor dem absoluten „Highlight“ des Wochenkurses – der simulierten Stadtratssitzung- üben sich die Jugendlichen am Donnerstagvormittag in politischen Rollenspielen. Der Abschnitt dient als eine Art Interview-und Rhetoriktraining. So sind die Jugendlichen für den „großen Auftritt“ am Nachmittag bestens gerüstet!

 

Kompetenzen

Die Jugendlichen treten im Rollenspiel als Antragssteller/ Vorsprecher bei einem Gespräch mit dem „Bürgermeister“ auf. Dabei trainieren sie die Gesprächskultur mit Kommunalpolitikern, denn Anliegen müssen konkret formuliert und vorgetragen werden. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ein eigenes Thema und suchen Unterstützung innerhalb der Kommunalpolitik. Einerseits werden Interviewleistungen, Selbstbewusstsein, Engagement, Beharrlichkeit und Durchsetzungsvermögen trainiert, andererseits lernen die Jugendlichen, Verständnis und Akzeptanz für politische Möglichkeiten und Entscheidungen aufzubringen.

 

Ablauf

Der gesamte Abschnitt dauert etwas länger als zweieinhalb Stunden und ist für Donnerstagvormittag geplant. Er beginnt mit einer 10-minütigen Einführungsphase, in der das Rollenspiel vorgestellt wird und die verschiedenen Rollen und Begrifflichkeiten erklärt werden.

 

Dann geht es bereits „in medias res“: Die Schülerinnen und Schüler erproben ihre Fähigkeiten in Rollenspielen zu verschiedenen Situationen aus dem Alltag der politischen Arbeit, z. B. stellen sie einen Antrag oder eine Anfrage an den Bürgermeister. Die Rollenspiele werden im Plenum anhand der folgenden Leitfragen gemeinsam analysiert: „ Welches „Ergebnis“ wurde erzielt?“, „Wie ging es den Akteuren?“ und „Was fiel der beobachtenden Klasse auf?“. Für die Rollenspiele sollten Sie ca. 70 Minuten einplanen.

 

Ergänzt werden die Rollenspiele durch einen Film zur demokratischen Streitkultur. Anhand des Films „Hat Recht, wer schreit?“ können die Schülerinnen und Schüler einen Vergleich zu ihrem eigenen Verhalten im Rollenspiel ziehen. Ihre Beobachtungsaufgabe besteht konkret darin, das Verhalten der Akteure im Film zu betrachten und zu analysieren (Dauer: ca. 30 Minuten).

 

Zum Abschluss wird der Film im Plenum besprochen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten die im Film dargestellten Problematiken heraus und überlegen, wie man mit diesen Problemen umgehen könnte. So erarbeiten sie sich verschiedene demokratische Kommunikationsregeln, die sie in der anschließenden Simulation der Stadtratssitzung gut brauchen können. Für die Nachbesprechung sollten Sie ca. 50 Minuten einplanen.

 

Hinweis: Bei der Durchführung der beschriebenen Module kann die Lehrkraft durch externe Experten unterstützt werden. Die Aufsicht und pädagogische Verantwortung bleiben bei den Lehrkräften.

 

Einen detaillierten Ablaufplan des Bausteins „Planspiel Eventhalle II“ finden Sie hier als PDF.

 

Die Materialien, die Sie für die Einführungsphase benötigen, sind hier noch einmal kurz aufgelistet:

  • Tisch und Stühle
  • Flipchart, Arbeitsmaterial
  • Film: „Hat Recht, wer schreit?“ oder ähnliches Filmmaterial, zu beziehen bei der Landeszentrale für politische Bildung in München