Grundlagen und Zielsetzung

Nur wer sich einsetzt, kann etwas verändern!

Unter diesem Motto starten die Schülerinnen und Schüler eine gemeinsame Expedition zu den Fundamenten unserer Gesellschaft: Demokratie hautnah erleben! Das Konzept des Wochenkurses zielt darauf ab, dass Jugendliche demokratische Werte erkennen und diese bewusst in ihrem eigenen Lebensumfeld wahrnehmen. Mit einem Blick in die kommunale Praxis können die jungen Menschen feststellen, wie konkret der abstrakte Begriff „Demokratie“ im täglichen Leben wird. Nicht zuletzt ist das Schullandheim der Ort, an dem sich jeder als Teil einer demokratischen Gemeinschaft begreifen kann. Im realitätsbezogenen Planspiel werden die Schülerinnen und Schüler selbst zu „Politikern“ und praktizieren demokratische Streitkultur. Oder, um mit den Worten eines teilnehmenden Schülers zu sprechen: „Politik kann man selbst machen – man muss nicht nur zuschauen!“

 

Aufbau des Kurses

Der Wochenkurs „Kommunalpolitik zum Anfassen“ baut im Wesentlichen auf drei Phasen auf. In der ersten Einheit vergleichen die Schülerinnen und Schüler „demokratische Werte“ mit den Repressionsmechanismen in Diktaturen. Der Zeitzeugenbericht einer früheren DDR-Bürgerin, die im Jugendalter für ihre Grundrechte kämpfte und schließlich fliehen musste, ermöglicht den jungen Menschen einen ergreifenden Einblick in diktatorische Strukturen und verdeutlicht die Bedeutung unserer demokratisch-rechtsstaatlichen Grundordnung. Dabei erkennen die jungen Menschen: demokratische Werte sind schützenswert!

 

Die zweite Phase, „Demokratie vor Ort“ verdeutlicht den Titel des Wochenkurses: Die Jugendlichen dürfen als Gäste einer Stadtratssitzung in der Gemeinde Wertingen miterleben, was es heißt, Politik in einer Gemeinde zu machen. Gemeinsam mit aktiven Politikerinnen und Politikern erarbeiten sie Themen und Fragestellungen aus der kommunalen Praxis.

 

In der dritten Kursphase können die Jugendlichen die gewonnenen Eindrücke weiter verarbeiten und selbst ausprobieren, denn dann heißt es: „Demokratie konkret: Stadtrat für einen Tag“. In einer fiktiven Stadtratssitzung erproben die Schülerinnen und Schüler nun eigenhändig, wie Kommunalpolitik funktioniert. Braucht die Gemeinde eine Eventhalle für Jugendliche? Mit dieser Ausgangsfrage verbinden sich viele konkrete Fragestellungen, über die drei Fraktionen aus Schülerinnen und Schülern diskutieren. Dabei stehen ihnen engagierte Kommunalpolitikerinnen und -politiker beratend zur Seite, die dem Planspiel mit ihrem Know-how eine realistische Grundlage verleihen. Am Ende steht die Abstimmung über einen Antrag, in den Änderungen aus dem Verlauf der Diskussion aufgenommen worden sind.

 

Ziele des Programms

Der Wochenkurs „Kommunalpolitik zum Anfassen“ will demokratische Werthaltungen bei jungen Menschen vertiefen und ihre Bereitschaft zur aktiven Teilnahme am demokratischen Leben fördern. In dieser Woche erkennen die Schülerinnen und Schüler, auf welchen Werten unsere Demokratie fußt und wie sie konkret gestaltet wird.

 

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