Grundlagen und Zielsetzung

Demokratische Werte in der Gemeinschaft erleben

Demokratie beginnt im Kleinen und ist wichtig für die Gemeinschaft! Im Wochenkurs „Kinder machen Schule“ erfahren junge Schülerinnen und Schüler demokratisches Miteinander ganz spielerisch: In phantasievollen Workshops und Kreativaufgaben erkennen sie ihr eigenes demokratisches Fühlen, Denken und Handeln. Die Kinder erleben sich mit ihren Stärken und Schwächen als einen wichtigen Teil der Gruppe. Dabei lernen sie, sich für eine gute Sache einzusetzen, Konfliktsituationen aktiv und konstruktiv zu meistern und Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren. Ein gemeinsames Projekt, zum Beispiel zur Gestaltung des Pausenprogrammes, das im Schullandheim geplant und an der Schule umgesetzt wird, zeigt: Das Miteinander ist der Motor für den Erfolg – denn zusammen geht vieles leichter!

 

Aufbau des Kurses

Das Programm „Kinder machen Schule“ fußt auf drei wesentlichen Phasen: Im Abschnitt „Wer bin ich als Teil der Gemeinschaft?“ hinterfragen die Kinder ihre Rolle in der Klasse und tanken Selbstbewusstsein in theaterpädagogischen Workshops: Mit verbundenen Augen durch einen Parcours geführt zu werden, ist ungewohnt und gelingt nur in gegenseitigem Vertrauen. Pantomimisch werden verschiedene Situationen in einer Klasse dargestellt, bei denen jeder für das Gesamtbild wichtig ist. Im Rollenspiel schließlich erkennen die Kinder: Ich werde gehört, ich kann überzeugen und gemeinsam können wir eine Lösung finden.

 

In der zweiten Phase „Was macht die Gemeinschaft wertvoll?“ geht es ab auf Schnitzeljagd! Gemeinsam ein Ziel zu erreichen, kann aber durchaus schwierig sein, falls es dabei zu Unstimmigkeiten und Konflikten kommt. Die positiven wie negativen Erlebnisse werden in einer anschließenden Reflexion thematisiert und etwaige Konflikte fair gelöst. Ergänzend dazu stehen auch erlebnispädagogische Geschicklichkeitsspiele auf dem Programm, die zeigen, dass man nur gemeinsam ans Ziel kommt.

 

„Wie kann ich selbst etwas bewegen?“ Ein Schulprojekt, das im Schullandheim auf den Weg gebracht und nach der Rückkehr an der Schule umgesetzt wird, bildet den Abschluss des Programms. Die Kinder entscheiden dabei selbst, welches Projekt sie an der Schule starten wollen. Zum Beispiel können die Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Pausengestaltung für ihre Schulkameraden übernehmen. Dabei helfen ihnen die Erfahrungen, die sie während der Woche gesammelt haben – so erleben die Kinder, dass sie ihr Schulleben aktiv mitgestalten können. Alle Eindrücke, die die Kinder im Laufe der Woche sammeln, werden in einem privaten Tagebuch festgehalten.

 

Ziele des Programms

Im Kurs „Kinder machen Schule“ soll Kindern der demokratische Wert von Gemeinschaft auf spielerische und pädagogisch einfühlsame Weise nahe gebracht werden. Das Projekt schult die Kommunikations- und Kritikfähigkeit der Kinder sowie ihre Fähigkeit, Mehrheitsentscheidungen zu treffen und mitzutragen. Das Schulprojekt, das die Kinder an ihrer Schule umsetzen, sorgt für eine nachhaltige Verankerung des Erlebten in der alltäglichen Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler.

 

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