Demokratie und Europa I – zweiter Teil

Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler bereits nach der Erstellung der Gruppenregeln intensiv mit dem Begriff „Demokratie“ auseinandergesetzt haben, folgt am Nachmittag der zweite Teil von „Demokratie und Europa I“.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler verstehen, dass ein geregeltes Miteinander Basis für ein gutes Zusammenleben ist – auch und vor allem in Europa. Sie können zwischen dem geografischen, kulturellen und politischen Europa unterscheiden und wissen wie viele Mitgliedsländer die EU aktuell hat. Die Jugendlichen erhalten einen Überblick über die geografische Lage der einzelnen EU-Länder und deren Hauptstädte. Sie lernen die Voraussetzungen und das Verfahren des EU-Beitritts sowie einige Fachbegriffe kennen, erhalten Kenntnis über die Ziele und Motive der EU und setzen sich kritisch mit der EU auseinander. Sie kennen die Vor- und Nachteile, die sich für den Einzelnen und die Gemeinschaft ergeben. Die Schülerinnen und Schüler lernen eine Karikatur zu Europa zu interpretieren. Sie überprüfen ihr Grundwissen zur EU und können in Gruppen Ergebnisse erarbeiten und diese präsentieren.

 

 

Ablauf

Zum Einstieg legt die Lehrkraft eine Folie auf, auf der Deutschland (Gleißenberg) mit Folienstift hervorgehoben ist. Evtl. ist sie noch um Sonnenstrahlen, Donner und Blitze ergänzt. Die SuS erkennen, dass es auch in Europa wichtig ist, sich an Regeln zu halten, demokratisch zu sein und für ein gutes Klima zu sorgen. Gemeinsam werden die Gesprächsregeln für die Woche in Gleißenberg auf Europa übertragen. Hierzu ergänzen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der Lehrkraft die Wandzeitung bzw. das Flipchart, das zu Beginn erstellt wurde. Der Einstieg dauert ca. 10 Minuten.

 

In einer etwa halbstündigen Brainstorming –Phase überlegen die Jugendlichen in Partnerarbeit, was für sie Europa ist. Die Lehrkraft stellt hierzu die Frage: „Europa ist…“. Die Ergebnisse werden von der Lehrkraft auf einem Flipchart festgehalten. Letztlich ist es von Bedeutung, dass die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Europa von einem geografischen, kulturellen oder politischen Blickwinkel aus betrachtet werden kann.

 

Dann stellt die Lehrkraft die Frage, wie viele Länder und vor allem welche Staaten zu Europa gehören (nicht alle haben den Euro) und sammelt die Antworten der Jugendlichen, bevor die Schülerinnen und Schüler in Gruppen eingeteilt werden (Dauer: ca. 10 Minuten).

 

Dann heißt es: Puzzeln! Die arbeitsgleichen Gruppen lösen das Europa-Puzzle. Das schnellste Team, das am meisten richtig hat, erhält eine kleine Belohnung (Dauer: ca. 10 Minuten).

 

Anschließend folgt etwa 20 Minuten lang ein gelenktes Unterrichtsgespräch, in dem die Lehrkraft die „Kopenhagener Kriterien“ an die Tafel schreibt und die Runde fragt, ob jedes Land einfach EU-Mitglied werden kann. Als Unterstützung erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Arbeitsblatt (Arbeitsblatt 1) mit sämtlichen EU-Mitgliedsländern und den Voraussetzungen und Verfahren eines EU-Beitritts.

 

Zum Abschluss dieses ersten theoretischen Blocks nach der Leitfrage „Was ist Europa?“ zeigt die Lehrkraft einen Film auf youtube („Die simpleshow erklärt die EU“). Dazu sollen sich die Jugendlichen die erwähnten Fachbegriffe notieren, die im Anschluss im Plenum noch einmal besprochen werden. Dies dauert ca. 10 Minuten.

 

Daraufhin initiiert die Lehrkraft eine Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern, dabei bezugnehmend auf den oben genannten Film. Die Leitfragen sind hier: „Wozu Europa? Was sind die Gründe?“. Darüber hinaus legt die Lehrkraft eine Folie (Folie 2) mit Umfrageergebnissen bezüglich des Vertrauens zu Europa auf. Die Schüler sollen hierzu Stellung nehmen.

 

Danach engagieren sich die Jugendlichen in einer Partnerarbeit. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, den nachfolgenden Infotext zu den Motiven und Zielen der EU (Arbeitsblatt 2) zu lesen, gemeinsam mit dem Nachbarn nach weiteren Motiven zu suchen, die abgebildete Karikatur zu interpretieren und nach möglichen Nachteilen der EU zu suchen. Die Ergebnisse werden dann von zwei Schülerinnen und Schülernauf zwei Plakaten – Vor-und Nachteile der EU – an der Tafel gesammelt. Für die Partnerarbeit mit Ergebnissicherung können Sie ca. 35 Minuten einplanen.

 

Abschließend wird der Europa-Quizmaster ermittelt. Hierzu erhalten die Jugendlichen ein Quiz (Arbeitsblatt 3), das jeder schnellstmöglich, richtig und alleine lösen soll. Auch hier gibt es für den oder die Schnellste mit den besten Ergebnissen eine kleine Belohnung!

 

Hinweis: Bei der Durchführung der beschriebenen Module kann die Lehrkraft durch externe Experten unterstützt werden. Die Aufsicht und pädagogische Verantwortung bleiben bei den Lehrkräften.

 

Einen detaillierten Ablaufplan des Bausteins „Demokratie und Europa I -Teil 2“ finden Sie hier als PDF.

 

Einen Überblick über die benötigten Materialien finden Sie hier:

Sämtliche Materialien des Wochenkurses erhalten Sie hier komprimiert als Zip-Datei.