Gespräch mit einem Vertreter des Verfassungsschutzes

Was tut der Staat gegen Extremismus? Bei einem Besuch von einem Vertreter des Landesamts für Verfassungsschutz werden die Jugendlichen über die staatlichen Maßnahmen gegen Rechtsextremismus aufgeklärt. „Welche Organisationen beobachtet der Verfassungsschutz?“, „Wie werden Informationen gesammelt?“, „Unter welchen Bedingungen werden Parteien oder Organisationen verboten?“- das sind die spannenden Fragen, die die interessierten Jugendlichen stellen. Dabei werden auch kritische Punkte wie der Einsatz von V-Leuten zur Infiltration nicht ausgeklammert.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können die Relevanz der Arbeit des Verfassungsschutzes auf Basis von Informationen aus erster Hand beurteilen. Sie erkennen Möglichkeiten und Grenzen der Tätigkeit des Verfassungsschutzes bei der Bekämpfung extremistischer Gruppierungen. Die Schülerinnen und Schüler können ein Zeitzeugeninterview vorbereiten, durchführen und moderieren.

 

Ablauf

Zur Vorbereitung auf den Besuch des Vertreters des Verfassungsschutzes erstellen die Schülerinnen und Schüler eine Reihe von Fragen, die sie dem Gast stellen möchten und fixieren diese auf Flashcards an der Tafel. Wesentlich ist hierbei, dass die Vorbereitung durch die Schülerinnen und Schüler selbst gesteuert und moderiert wird; die Lehrkraft hat hier allenfalls eine unterstützende Funktion. Dieser Abschnitt dauert in der Regel ungefähr eine halbe Stunde.

 

Anschließend bestimmen die Jugendlichen ein Moderatorenteam aus ihren eigenen Reihen, die den Vertreter des Verfassungsschutzes im Anschluss interviewen werden.

 

Nachdem der Vertreter des bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz angekommen ist, hält dieser einen Vortrag über die Tätigkeiten des Landesamtes für Verfassungsschutz. Dabei informiert er die Jugendlichen schwerpunktmäßig über Rechtsextremismus und radikalen Islamismus und welche Maßnahmen seitens des Verfassungsschutzes gegen diese extremistischen Gruppierungen ergriffen werden. Der PowerPoint gestützte Vortrag dauert ca. eine Stunde.

 

Danach folgt das Interview des Vertreters. Die beiden Moderatoren stellen die vorbereiteten Fragen und organisieren eventuell spontan auftretende Fragen der Schülerinnen und Schüler. Hierfür sind ca. 40 Minuten angedacht.

 

Hinweis: Bei der Durchführung der beschriebenen Module kann die Lehrkraft durch externe Experten unterstützt werden. Die Aufsicht und pädagogische Verantwortung bleiben bei den Lehrkräften.

 

Einen detaillierten Ablaufplan des Bausteins „Verfassungsschutz“ finden Sie hier als PDF.

 

Die Kontaktdaten des Vertreters des Verfassungsschutzes erhalten Sie über den zuständigen Ansprechpartner des Wochenkurses.

 

Einen Überblick über die Materialien finden Sie hier:

  • Material 1: Eddings, (farbige) Papierbögen A4, Tesafilm, Kreide
  • Material 2: PPT (vom Vertreter des Verfassungsschutzes), Beamer/Laptop (vom SLH)