Jüdisches Leben in Bayern

In Gesprächen mit Mitgliedern der Israelitischen Kultusgemeinde München und beim gemeinsamen koscheren Kochen und Essen erleben die Schülerinnen und Schüler jüdisches Leben als selbstverständliches und wertvolles Element der vielfältigen Gesellschaft in Bayern. Gleichzeitig erfahren sie mehr über den Antisemitismus als Bestandteil mehrerer extremistischer Ideologien. So schärfen die Jugendlichen ihr Bewusstsein dafür, dass Extremisten nicht nur bestimmte Gruppen, sondern das Leben jedes Einzelnen als Teil der demokratischen Gesellschaft bedrohen.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können ihr bisheriges eher historisches (im Unterricht erworbenes) Wissen über das Judentum in Deutschland mit den aktuellen Lebensumständen jüdischer Bayern verknüpfen. Sie können die Einschränkungen jüdischer Mitbürger im Alltagsleben durch islamistische/rechtsradikale Bedrohung nachvollziehen. Die Jugendlichen hinterfragen Vorurteile gegen jüdische Bayern und identifizieren sich mit ihnen als ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger. Die Schülerinnen und Schüler können ein Zeitzeugeninterview vorbereiten, durchführen und moderieren.

 

Ablauf

Die Einheit beginnt mit der Vorstellung der Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde und einem Brainstorming der Schülerinnen und Schüler zu ihrem Vorwissen zum Thema „Judentum“. Diese Aktivierungsphase dauert etwa 25 Minuten.

 

Anschließend halten die Vertreter der IKG einen kurzen Impulsvortrag über jüdisches Leben in Bayern. Der Schwerpunkt ihres Vortrages liegt dabei auf jüdischem Leben in München. Neben dem PowerPoint-gestützten Vortrag haben die Jugendlichen Gelegenheit, anhand von verschiedenen Realien und Fotos einen Eindruck von der jüdischen Kultur und jüdischem Alltag zu gewinnen. Der Vortrag dauert bis zu ca. 75 Minuten.

 

Daran anknüpfend interviewen die Jugendlichen ihre jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Dabei moderieren einige Schülerinnen und Schüler die Fragen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler an die Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde. Hierfür sollten ungefähr 40 Minuten eingeplant werden.

 

Am Abend kochen die Jugendlichen dann gemeinsam koscheres Essen mit den Vertretern der Israelitischen Kultusgemeinde. Das macht nicht nur richtig Spaß sondern schmeckt auch noch hervorragend!

 

Hinweis: Bei der Durchführung der beschriebenen Module kann die Lehrkraft durch externe Experten unterstützt werden. Die Aufsicht und pädagogische Verantwortung bleiben bei den Lehrkräften.

 

Einen detaillierten Ablaufplan des Bausteins „Jüdisches Leben in Bayern“ finden Sie hier als PDF.

 

Die Kontaktdaten der Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde erhalten Sie über den zuständigen Ansprechpartner des Wochenkurses.

 

Einen Überblick über die benötigten Materialien finden Sie hier:

  • Poster, Kalender, PPT- Folien (von Vertretern der IKG gestellt)
  • Beamer,Laptop,Lautsprecher (vom SLH bzw. der Lehrkraft gestellt)