Gespräch mit einem iranischen Zeitzeugen

Ein Gespräch mit einem iranischen Zeitzeugen knüpft thematisch an den vorhergehenden Baustein „Islamischer Fundamentalismus“ an. Die Jugendlichen lernen dabei auf anschauliche Weise, die religiös begründeten Normen und Werte des Iran mit ihren eigenen zu kontrastieren und kritisch zu hinterfragen.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können die religiös begründeten Normen und Werte des Iran mit ihren eigenen kontrastieren und kritisch hinterfragen. Sie erkennen Möglichkeiten und Grenzen des selbstbestimmten Lebens in einem nichtpluralistischen Staat und vergleichen diese mit denen in der Bundesrepublik Deutschland. Die Jugendlichen können ein Zeitzeugeninterview vorbereiten, durchführen und moderieren.

 

Ablauf

Bevor das Gespräch mit dem iranischen Zeitzeugen beginnt, bereiten sich die Schülerinnen und Schüler auf den Besuch des iranischen Gastes vor. Sie erstellen eine Reihe von Fragen, die sie dem exiliranischen Zeitzeugen stellen möchten und fixieren diese auf Flashcards an der Tafel. Wesentlich ist, dass die Vorbereitung wie auch die Moderation der Vorbereitungsphase in Eigenregie der Jugendlichen geschieht; die Lehrkraft hat hier nur eine unterstützende Funktion, falls die Schülerinnen und Schüler zusätzliche (fachliche) Unterstützung brauchen. Hierfür sollten Sie ca. 45 Minuten Zeit gewähren.

 

Daraufhin wählen die Schülerinnen und Schüler ein Moderatorenteam aus ihren eigenen Reihen, das die Fragen an den Zeitzeugen stellen wird.

 

Bei dem Zeitzeugen handelt es sich um einen Iraner, der vor knapp 20 Jahren als Asylbewerber in die Bundesrepublik Deutschland kam. Etwa eine Stunde lang informiert er die Jugendlichen in einem Vortrag über das Alltagsleben im theokratischen Staat Iran. Der fesselnde Bericht verdeutlicht extremistische Strukturen und illustriert beispielhaft, wie sich diese auf das Leben der Bevölkerung auswirken können.

 

In Anschluss an den Vortrag stellen die beiden Moderatoren die vorbereiteten Fragen an den Zeitzeugen. Zudem organisieren sie Fragen, die eventuell spontan auftreten. Das Interview dauert in der Regel etwa 40 Minuten.

 

Hinweis: Bei der Durchführung der beschriebenen Module kann die Lehrkraft durch externe Experten unterstützt werden. Die Aufsicht und pädagogische Verantwortung bleiben bei den Lehrkräften.

 

Einen detaillierten Ablaufplan des Bausteins „Gespräch mit einem iranischen Zeitzeugen“ finden Sie hier als PDF.

 

Die Kontaktdaten des Zeitzeugen erhalten Sie über den zuständigen Ansprechpartner des Wochenkurses.

 

Einen Überblick über die benötigten Materialien finden Sie hier:

  • Eddings
  • (farbige) Papierbögen A4
  • Tesafilm, Kreide