Partizipation I: Einführung und Kennenlernen

Der erste Baustein dient dem gegenseitigen Kennenlernen der Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Wochenkurses. Für Schülergruppen, die sich kennen, findet nur ein Warm-up statt. Sollten zwei Gruppen aus verschiedenen Schulen teilnehmen, empfiehlt es sich, dass sich die Klassen bereits vor dem Aufenthalt in Wartaweil gegenseitig besuchen und ggf. Kontakte knüpfen.

 

Kompetenzen

Auf sozialer Ebene üben die Schülerinnen und Schüler Offenheit gegenüber Gleichaltrigen sowie kommunikative Fähigkeiten. Darüber hinaus spricht die erste Kurseinheit die Kooperationsfähigkeit und Kompromissbereitschaft der Jugendlichen an. Vorausplanendes Denken wird ebenfalls in diesem ersten Abschnitt geschult.

 

Ablauf

Die Einheit beginnt mit dem sogenannten „Molekülspiel“: Die Schülerinnen und Schüler bewegen sich frei im Raum und die Lehrkraft ruft Ziffern in den Raum, worauf sich spontan entsprechende Gruppen zusammenschließen. Variationen können sein: Brillenträger, Jeans-oder Turnschuhträger, die Ordnung nach Geburtsmonaten, Gruppierungen nach Lieblingsbands, Musikrichtungen, Lieblingstieren etc.

 

Anschließend versammeln sich alle im Plenum und geben Feedback. Dieses richtet sich nach den folgenden Leitfragen: Was hat euch gefallen? Was habt ihr Neues von anderen erfahren? Was muss der Einzelne einbringen, damit die Übung klappt? Welche Ideen habt ihr, damit es noch besser funktioniert? So wird das Eis gebrochen und eine erste Anbahnung demokratischer Kompetenzen initiiert. Für diesen Einstieg sollten Sie ca. 20 Minuten einplanen.

 

Anschließend folgen „Partnerinterviews“ (bei zwei verschiedenen Schülergruppen sollten sich immer zwei Schüler aus unterschiedlichen Schulen zusammenfinden). Die Jugendlichen haben ein wenig Zeit, sich gegenseitig zu befragen und besser kennen zu lernen. Danach stellen sich die jeweiligen Partner eines Teams gegenseitig in der großen Runde vor: Sie machen Angaben zum Namen, Lieblingsfilmen, Büchern, Hobbies usw. Aber Achtung: Diskretion! Es gibt Informationen, die nicht in der Runde preisgegeben werden sollen. Hierfür sollten die Schülerinnen und Schüler vorab sensibilisiert werden. Die Interviewphase dauert ca. 30 Minuten.

 

Die Partnerarbeit dient als gute Überleitung zu generellen Verhaltensregeln: In einer Besinnungsphase sollen die Schülerinnen und Schüler für sich in Einzelarbeit reflektieren: Wann fühle ich mich wohl? Wann fühle ich mich unwohl? Ihre Antworten schreiben die Jugendlichen auf farbige Zettel, die im Anschluss an eine Pinnwand gehängt werden. Dies ist relativ anonym und gibt ein gutes Stimmungsbild der Klasse(n) ab. Die Aspekte an der Pinnwand werden nach bestimmten Überpunkten gruppiert. Die Cluster werden daraufhin gemeinsam mit dem Gruppenleiter besprochen. Für die Reflexionsphase stehen farbige Karten, Stifte, Nadeln sowie eine Pinnwand zur Verfügung (Dauer: ca.50 Minuten).

 

Zu diesem Zeitpunkt kann eine etwa halbstündige Pause eingeplant werden, bevor es im nächsten Abschnitt um das Erstellen einer gemeinsamen Gruppenverfassung geht. Bei Gruppen mit körperbehinderten Schülern sollten die Pausenzeiten großzügig gesetzt sein (Pflege, Essen…).

 

Hinweis: Bei der Durchführung der beschriebenen Module kann die Lehrkraft durch externe Experten unterstützt werden. Die Aufsicht und pädagogische Verantwortung bleiben bei den Lehrkräften.

 

Einen detaillierten Ablaufplan des Bausteins „Partizipation I“ finden Sie hier als PDF.